Tipps & Tricks

Ein Knäul zweifädig stricken

Bei unserem gestreiften Dreieckstuch aus einem Knäul Gomitolo Tosca wird das Knäul von innen und außen gestrickt.

Leider verheddern sich dabei gerne die Fäden, was sehr lästig ist und einen vom flüssigen Stricken abhält.

Mit einer einfachen Drehung lässt sich das verhindern!

 

Mit einem Klick aufs Bild kommt ihr zum kurzen Video.

 

 

Gestricktes kürzen

Gestricktes zu kürzen ist gar nicht so schwer.

In diesem Video zeigen wir Euch die entscheidenden Schritte:

a) die Naht auftrennen 

b) die Maschen auffädeln

Am Ende habt Ihr alle Maschen auf der Nadel, könnt dann abketten oder ein Bündchen anstricken, aber auch das Strickstück verlängern.

In manchen Fällen ist es auch notwendig, ein Bündchen wieder anzunähen, auch dazu gibt es am Ende des Videos einen Tipp.

 

Getwistete Stirnbänder

Wie geht das mit diesen getwisteten Stirnbändern?

Ganz einfach, erst ein Band stricken und dann raffiniert zusammennähen, wie, das zeigen wir Euch im Video.

Noch einmal ganz kurz!

 

 

 

Waschanleitung, Maschenprobe, Pilling

Wie wasche ich mein Strickprojekt damit es lange schön bleibt?


Grundsätzlich so schonend wie möglich, das heißt:
- so kalt wie möglich (Handwäsche heißt nicht handwarm!)
- mit mildem Waschmittel
- mit nur wenigen Teilen in der Maschine

Es hängt auch von der eigenen Waschmaschine ab. Viele Maschinen haben ein Handwaschprogramm, dabei sollte man trotzdem auf die Temperatur achten, Handwäsche heißt KALT waschen.

Feuchtigkeit, Wärme und Bewegung sind keine gute Kombination, sie führt zum Verfilzen von Wollfasern, eine Verbindung, die sich nicht wieder lösen lässt.

Der Hand- und der Wollwaschgang wärmen das Wasser langsam auf und kühlen es auch langsam wieder ab (anders als der Feinwaschgang!), das verhindert das Filzen.


Schleudern

Unsere persönliche, jahrelange Erfahrung mit unseren eigenen Strickstücken :

Man kann das Strickstück nach dem Waschen in die Maschine zum Schleudern geben – mit den Ausnahmen Mohair (und Angora). .

Aber auch reine Kaschmirpullover kann man richtig schleudern. Beim Schleudergang wird der Pullover an die Wand der Trommel gedrückt und bewegt sich dann nicht mehr. Der Vorteil ist, dass das Strickstück nicht tagelang zum Trocknen braucht und lange im halbfeuchten Zustand bleibt.

Das nasse und feuchte Strickstück wird wie ein rohes Ei behandelt, es wird nicht daran gezogen, sondern aus der Waschmaschine gehoben und dann liegend getrocknet.

Wer sich absichern will, wäscht vorab erstmal zum Test seine Maschenprobe…

Die Maschenprobe, nicht sehr beliebt – aber sie ist sehr sinnvoll und erspart manches frustrierende Erlebnis.


Auf den Banderolen der Garne und in den Anleitungen findet man die Angabe, wieviel Maschen, bzw. Reihen eine Stück von 10 cm x 10 cm ergeben.

Der Empfehlung des Herstellers kann man folgen, oder auch nicht. Das ist auch immer ein wenig Geschmacksache, aber es hilft bei der Einschätzung, ob die Qualität zum geplanten Strickprojekt passen könnte.

Die Angabe in den Anleitungen ist deutlich entscheidender. An sie muss man sich halten, wenn man möchte, dass das Projekt in der Größe am Ende nicht abweicht.

Die Maschenprobe wird immer im Muster der Anleitung gestrickt und immer ein wenig größer, damit man gut 10 cm abmessen kann.

Beispiel: 22 Maschen / 28 Reihen sind angegeben, man schlägt 28 bis 30 Maschen an und strickt ca. 12 cm hoch.

Am sichersten geht man, wenn man die Maschenprobe einmal nass macht und nach dem Trocken misst.

Dann misst man jeweils 10 cm in der Höhe und Breite und zählt Maschen und Reihen.

Die Maschenprobe kann man auch toll als Waschprobe nutzen. Bevor man das ganze Stück wäscht, lässt man erstmal nur die Maschenprobe den Wasch- und evtl. Schleudergang durchlaufen.

Trotz einer gut passenden Maschenprobe sollte man die Passgenauigkeit des Projektes während des Strickens immer wieder prüfen (nachmessen oder auf einen gut passenden Pullover ähnlicher Dicke legen).


Einen Trick für "Faule" gibt es doch mit der Maschenprobe:

Man fängt mit dem (meist schmaleren) Ärmel an.

Das gibt eine größere Maschenprobe. Wenn es passt, hat man gleich den Ärmel angefangen und wenn nicht, muss man nicht viel auftrennen.

Pilling hat seinen Namen vom Pillendrehen in der Apotheke.
Statt Pillen bilden sich allerdings lauter kleine Wollkügelchen, wenn weiche und flauschige Oberflächen aufeinander reiben. Schön ist das nicht.


Wir werden oft gefragt: Pillt das Garn?
Und die ehrliche Antwort lautet leider meist, ja.


Inzwischen sind die Handarbeitsgarne extrem auf Weichheit getrimmt und dieser weiche Flausch ist eben auch anfällig für das Pilling. Wie sehr, das hängt davon ab, wie stark die Reibung ist. Selbst kleine Waschzettel in Jacken können großen Schaden anrichten. Ein Rucksack, über einem Pullover getragen, kann wahre Pillinglandschaften hinterlassen.


Da hilft nur regelmäßige Entfernung und die Vermeidung von starker Reibung.


Von Hand geht es am besten nach dem Waschen, wenn die Oberfläche noch halbfeucht ist, dann lösen sich die Kügelchen am besten, ohne wieder erneut Flausch hochzureißen.


Es gibt auch speziellen Kämme oder elektrische Fusselfräsen.